Zwanzig Gebote
(nicht nur) für Parkinson-Kranke
1. Akzeptiere Deine Krankheit. Sie ist Teil von Dir, gehört zu
Deinem Körper.
2. Beginne jeden Tag mit einer Stunde der Besinnung. Frage Dich, wann,
wo und unter welchen Umständen es zu Deiner Krankheit gekommen ist. Was
könnte der Sinn der Krankheit sein? Was will Dein Körper Dir sagen? (benutze
hierbei Deine Vorstellungskraft, Deine Phantasie. Denke in Bildern, in
Farbe.)
3. Die Wurzeln vieler Krankheiten liegen sowohl im körperlichen als
auch im seelischen Bereich.
4. Wenn Du wieder gesund werden willst -- und wer will das nlcht -- ,
dann mußt Du ganz fest daran glauben, daß Heilung möglich ist (Heilung:
heil machen, ganz machen).
5. Die Gesundung muß von Dir ausgehen. Ärzte und Therapeuten können
helfen. Such Dir die besten Ärzte: Du mußt Ihnen vertrauen können. Entscheiden
aber mußt Du.
6. Bei Parkinson extrem wichtig: die richtigen Medikamente in der
richtigen Dosierung. Horch in Dich hinein und achte auf ihre
Wirkung.
7. Heilung kann ein langwieriger Prozeß sein. Schließlich ist die
Krankheit auch nicht über Nacht gekommen. Übe Dich in Geduld und Ausdauer.
Vertraue nicht auf Wunder. Das Wunder ist, den richtigen Weg gefunden zu haben.
Der Weg ist das Ziel.
8. Tu alles, was Dein Leben wieder ins Gleichgewicht/Lot bringen
kann.
9. Konzentriere Dich auf das Wesentliche in Deinem Leben --, und
Du wirst sehen, auf einmal hast Du mehr Zeit und Energie als vorher (das grenzt
in der Tat an ein Wunder.).
10. Sammle/bündele Deine Kräfte. Ein Sonnenstrahl, der auf eine Sammellinse
fällt, gewinnt ein Vielfaches an Energie. Geh klug mit Deinen Resourcen
um; Du brauchst sie für Deine Heilung.
11. Achte auf Deinen Atem. Lerne, bewußt und tief zu atmen.
12. Schlaf hat große Heilkraft.
13. Ernähre Dich so gut wie möglich (viel frisches Obst und Gemüse;
viel trinken).
14. Wer rastet, der rostet. Bewegung ist die beste Medizin (Wandern,
Fahrradfahren, Schwimmen, Gymnastik, Tanzen, Jazztanz, Nordic Walking, Jogging,
auch Gehirn Jogging).
15. Erkenne Deine Grenzen an. Gelegentlich tut es aber auch mal gut,
sie zu dehnen oder sie zu überschreiten.
16. Es stecken mehr Kräfte in uns, als wir denken. Mach das Unmögliche
möglich. Überrasche Dich selbst.
17. Tu jeden Tag etwas, was Dir Spaß macht und Dir Freude
bereitet: Singe! Male! Trommle!
18. Das Wichtigste im Leben ist die Liebe: die
göttliche Liebe; die Liebe zwischen den Menschen und die Eigenliebe, das ist die
Liebe zu Dir selbst, zu Deinem Körper. Schenk dem kranken Teil Deines
Körpers Deine besondere Aufmerksamkeit. Geh liebevoll mit ihm um. Sprich mit
ihm. Was nützt es, wenn Du zornig auf Deinen verletzten Fuß bist; Du brauchst
Deine Füße und sie brauchen Dich.
19. Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Versuche, alleine zurecht zu
kommen. Manchmal mußt Du Dich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Aber nimm
auch die Hilfe von anderen dankbar an.
20. Das zwanzigste Gebot ist Dein ureigenes; nur Du kennst es. Es ist Dein
Geheimnis.